AIDS

In Österreich erkranken jährlich zwischen 150 und 200 Menschen an Aids.
Während Aids zu Beginn der Epidemie vorwiegend Homosexuelle und
Drogenabhängige betroffen hat, breitet sich nun die Krankheit immer mehr
in der heterosexuellen Bevölkerung aus. Sie sollten Ihr Risiko abschätzen
lernen, um, falls nötig, Ihr Verhalten zu ändern. Sie sollen sich aber auch
überzeugen können, das der alltägliche Umgang mit AIDS-Kranken und HIV-
Infizierten ganz und gar ungefährlich ist. Denn jeder von uns muss dazu beitragen,
das Menschen mit AIDS ohne Ausgrenzung in unserer Gesellschaft leben können.

Was ist AIDS?

AIDS ist eine durch Viren ( HIV) hervorgerufene Krankheit.

HIV: Human Immunodeficiency Virus= Humanes Immunmangel. Virus
AIDS: Acquired Immune Deficiency Syndrome= Erworbenes Immunmangel- Syndrom

Nach der Ansteckung kommt es allmählich zu einer Schwächung und später zum
Zusammenbruch der natürlichen Abwehrkräften. Der Organismus wird mit bestimmten
Krankheitserregern, auch solchen die für Gesunde harmlos sind, nicht mehr fertig.
Die Folgen sind schwere Infektionskrankheiten. Gegen AIDS gibt es weder eine Impfung,
 noch eine wirksame Therapie. In letzter Zeit ist es möglich geworden, durch Kombinations-
therapien bei HIV- Infizierten den Zeitpunkt des Auftretens von ersten Krankheitserregern
deutlich hinauszuschieben. Dennoch ist AIDS nicht heilbar und bleibt nach wie vor eine
tödliche Krankheit.

Wodurch wird AIDS ausgelöst?

AIDS wird durch Viren hervorgerufen, die als HIV bezeichnet werden. Die Viren sind
äußerst empfindlich und außerhalb des menschlichen Körpers nicht lange ansteckungs-
fähig.Damit es zu einer Infektion kommt, müssen die Viren in die Blutbahn gelangen.
Die Viren befallen Zellen des Abwehrsystems und vermehren sich in diesen. Dadurch
wird schließlich das Abwehrsystem zerstört. Die nach der Infektion gebildeten
Abwehrstoffe (Antikörper) können die HIV- Viren nicht unschädlich machen.

Wie wird AIDS übertragen?

HIV- Viren erreichen bei infizierten Personen und bei AIDS-Kranken im Blut,  in der
Samenflüssigkeit und in der Scheidenflüssigkeit eine hohe Konzentration, daß eine
Übertragung erfolgen kann. Vereinzelt sind HI- Viren auch in anderen Körper-
flüssigkeiten nachweisbar. Dort sind sie aber in so geringer Menge feststellbar, das
es zu keiner Ansteckung kommt. AIDS wird übertragen durch:
.) ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner
.) infiziertes Blut beim gemeinsamen Gebrauch von Injektionsspritzen- und Nadeln
.) von einer infizierten Frau während der Schwangerschaft bzw. während der Geburt
   auf ihr Kind.

Ein einziger Sexualkontakt mit einem infizierten Partner oder die einmalige Verwendung
einer gebrauchten Spritze beim intravenösen Drogenkonsum kann bereits zu einer Infektion
führen. Ein Risiko besteht bei allen jenen Formen von ungeschützten Sexualkontakten,
bei denen virushaltige Samenflüssigkeit, virushaltiges Blut oder Scheidensekret auf die
Schleimhäute gelangen können:
.) Vaginalverkehr ohne Kondom
.) Analverkehr ohne Kondom

Kein Risiko besteht bei Zärtlichkeiten wie Küssen, Streicheln, Massieren oder Petting.

Wie kann man sich vor AIDS schützen?

Der richtige gebrauch von geeigneten Kondomen beim Sexualverkehr schützt vor einer
Ansteckung mit AIDS, Hepatitis B, vor Geschlechtskrankheiten und vor Schwangerschaften.


Wie wird AIDS nicht übertragen?
.) Körperkontakte, wie Händeschütteln, Umarmen, Streicheln oder Küssen;
.) Anniesen oder Anhusten;
.) Zusammenleben mit HIV- Infizierten oder AIDS- Kranken;
.) gemeinsamen Gebrauch von Geschirr, Gläsern, Besteck, und Handtüchern;
.) Benützen von Toilette, Bad oder Dusche;
.) Besuche im Schwimmbad, in der Sauna oder beim Sport;
.) Besuche beim Gynäkologen, Zahnarzt oder im Krankenhaus;
.) Haustiere oder Insektenstiche;
.) Blutspenden;
.) Erste Hilfe-Leistung, wenn die üblichen Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden;
 
HI- Viren sind sehr empfindlich. Hochprozentiger Alkohol oder Chlorhaltige Haushaltsreiniger
machen sie unschädlich.

Wie gehe ich mit HIV- Infizierten oder an AIDS erkrankten Menschen um?

Jeder von uns kann durch seine Einstellung, sein mitmenschliches Verhalten und durch
praktische Unterstützung infizierten und erkrankten Menschen helfen, Ihre Belastungen zu tragen.
Wir dürfen nicht zulassen das HIV- Infizierte oder AIDS- Kranke isoliert oder diskriminiert werden.

Wo kann ich mich näher informieren oder Beraten lassen?


Aids-Hilfe Kärnten: 8.-Maistrasse 19, 9020 Klagenfurt
Aids- Hilfe Oberösterreich: Langgasse 12, 4020 Linz
Aids- Hilfe Salzburg: Gabelsbergerstrasse 20, 5020 Salzburg
Aids- Hilfe Steiermark: Schmiedgasse 38/1, 8010 Graz
Aids- Hilfe Tirol: Bruneckerstrasse 8, 6020 Innsbruck
Aids- Hilfe Vorarlberg: Neugasse 5, 6900 Bregenz
Aids- Hilfe Wien: Mariahilfer Gürtel 4/Ecke Liniengasse, 1060 Wien

 
Vor 2 Jahren starb eine Freundin an AIDS - Sie hatte einen schweren Lebensweg bis zu 
Ihren Tod,aber nun geht es Ihr gut und sie kann endlich "leben" ohne Diskriminierung und 
Tratsch. Silvana Lebe wohl.