Eine gynäkologische Untersuchung mit Vaginalultraschall zur Beurteilung der Gebärmutter und der Eierstöcke steht am Beginn jeder Sterilitätsabklärung. Dazu gehört auch eine umfassende Hormonuntersuchung, die Blutabnahme dafür sollte zwischen dem 5. und 9. Zyklustag erfolgen. Es werden sowohl die Sexualhormone, als auch die Schilddrüsenhormone bestimmt. Sollte eine hormonelle Störungen festgestellt werden, kann Sie gezielt behandelt und eine mögliche Sterilitätsursache beseitigt werden.
Gleichzeitig sollte bei Ihrem Partner ein Spermiogramm gemacht werde. Dabei wird beim Urologen oder Andrologen das Ejakulat auf Menge und Qualität der Spermien untersucht. Zu etwa 40% liegt die Ursache der ungewollten Kinderlosigkeit beim Mann, zum gleichen Teil bei der Frau, in etwa 10% bei beiden Partnern, zu etwa 10 % bleibt die Ursache unbekannt. Bevor irgendwelche eingreifenden Schritte bei der Frau unternommen werden, muss ein aktuelles Spermiogramm vorliegen. Zu Besprechungen über Befunde oder weitere Vorgangsweisen sollte Sie Ihr Partner idealerweise begleiten.
Sind Hormone und Spermiogramm unauffällig, kann eine Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter notwendig sein. Das wird im Krankenhaus mittels einer Bauchspiegelung durchgeführt. Gleichzeitig können Verwachsungen nach vorangegangenen Eierstockentzündungen oder Eileiterschwangerschaften operativ gelöst werden und andere mögliche Sterilitätsgründe beseitigt werden. Werden beim Spermiogramm oder bei der Bauchspiegelung (Laparoskopie) Veränderungen festgestellt, die einer natürlichen Schwangerschaft entgegenstehen, sollte bald ein spezialisiertes Zentrum für IVF (In Vitro Fertilisierung = künstliche Befruchtung) kontaktiert werden.
Wird auch bei der Laparoskopie keine mögliche Ursache gefunden und ist das Spermiogramm in Ordnung, können Sie je nach Dringlichkeit und Alter entweder noch etwas zuwarten oder ein IVF-Zentrum aufsuchen. Ungewollte Kinderlosigkeit ist für jedes Paar sehr belastend. Wenn sich die Partner einig sind, sollte eine rasche Abklärung und Behandlung erfolgen. Eine Verschleppung erhöht nur den seelischen Druck. Für geprüfte Fertilisierungszentren gibt es Unterstützungen aus einem Fonds, die Kosten für eine künstliche Befruchtung sind auch für weniger betuchte Paare erschwinglich geworden. In unserer Ordination erhobene Vorbefunde werden Ihnen natürlich zur Verfügung gestellt, vom IVF-Zentrum empfohlene Begleituntersuchungen oder -therapien können bei uns in der Ordination durchgeführt werden und besonders gerne würden wir natürlich auch Ihre sehnlichst erwünschte Schwangerschaft betreuen.
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© Dr. Walter Paulik 2002-2006
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