Barrieremethoden





Das Kondom

Kondom


Das Kondom ist eines der ältesten Verhütungsmittel und das einzige, das der Mann anwendet. Das Kondom ist auch das einzige Verhütungsmittel, das vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen kann. Leider ist die Versagerquote durch falsche Anwendung relativ hoch. Das Kondom kann reißen, zu spät oder falsch übergestreift werden oder zu unvorsichtig abgestreift werden. Mit etwas Übung kann es aber relativ sicher angewendet werden.

Die Sicherheit des Kondoms kann durch die gemeinsame Anwendung mit chemischen Verhütungsmitteln erhöht werden. Dazu müssen Sie sich aber vorab informieren, ob die entsprechenden chemischen Verhütungsmittel für diese Art der Anwendung geeignet sind (ansonsten kann es sein, dass sie den Gummi des Kondoms angreifen). Es ist auch von Vorteil, nur Markenkondome zu verwenden, diese eher in der Drogerie oder Apotheke als aus dem Automaten zu kaufen und immer auf das Ablaufdatum zu achten (bei Überschreiten des Ablaufdatums kann der Gummi brüchig werden!). Auch die Lagerung des Kondoms ist wichtig - ein Kondom, das schon seit einem Jahr im Geldbörsel herumgetragen wird, ist wahrscheinlich nicht mehr ganz so sicher wie ein neu gekauftes und entsprechend gelagertes. Jedes Kondom darf nur einmal verwendet werden. Bei neuerlichem Geschlechtsverkehr muss ein neues Kondom genommen werden.

Das Kondom wird von vielen Paaren als störend bzw. zur dauerhaften Anwendung in einer fixen Beziehung als zu umständlich empfunden. Unverzichtbar ist das Kondom aber bei einer neuen Partnersituation, da es den einzigen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten darstellt.

Sollte das Kondom dennoch einmal reißen, kann eine Schwangerschaft immer noch durch die Einnahme der "Pille danach" - möglichst bald nach dem Verkehr - verhindert werden.

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Die richtige Anwendung des Kondoms

Die Sicherheit des Kondoms ist in großem Maße abhängig von der richtigen Anwendung. Besonders junge Männer, die noch nie ein Kondom angewendet haben, sollten vor dem ersten Mal den richtigen Gebrauch üben, damit es dann, wenn es ernst wird, nicht zu bösen Überraschungen kommt. Das Kondom wird immer über das steife Glied übergestreift. Dazu wird es bei der Eichel aufgesetzt und vorsichtig so weit wie möglich abgerollt. Die meisten Kondome haben vorne ein Reservoir, in dem der Samen aufgefangen wird. Dieses sollte man beim Abrollen leicht zusammendrücken, damit die Luft entweichen kann und der Samen dann genug Platz hat. Bei Kondomen ohne Reservoir sollten vorne ca. 1-2 cm Platz freigelassen werden, damit der Samen aufgefangen werden kann. Nach dem Samenerguss muss man, noch bevor der Penis schlaff wird, das Kondom beim verstärkten Gummiring umfangen und den Penis aus der Scheide ziehen. So kann vermieden werden, dass Samenflüssigkeit ausläuft. Das Kondom kann anschließend über den Restmüll entsorgt werden (nicht in der Toilette!).

Eine genaue Beschreibung, wie das Kondom angewendet wird, finden Sie auch hier.

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Das Diaphragma

Das Diaphragma


Das Diaphragma ist eine kuppelartige Gummimembran von 65-80mm Durchmesser, die über den Muttermund gestülpt wird und so den Eintritt von Samen verhindert. Wichtig für die Wirksamkeit ist die richtige Größe, der richtige Sitz (muss vor dem Verkehr extra noch einmal kontrolliert werden) und die Anwendung zusammen mit einer samenabtötenden Creme. Das Diaphragma sollte höchstens 2 Stunden vor dem Verkehr eingeführt werden (sonst wirkt das chem. Verhütungsmittel nicht mehr so gut) und muss nach dem Sex noch mindestens 6-8 Stunden liegen bleiben. Bis dahin dürfen Sie nicht schwimmen, nicht baden und keine Scheidenspülungen durchführen. Bei wiederholtem Verkehr muss Creme nachgegeben werden. Nach dem Entfernen reinigen Sie das Diaphragma mit warmem Wasser und milder Seife, trocknen es sorgfältig ab und bewahren es in einer Dose auf. Sie können das Diaphragma anwenden, solange der Gummi unbeschädigt ist (prüfen Sie gegen das Licht, ob das immer noch der Fall ist). Bei guter Pflege hält ein Diaphragma ca. 2 Jahre.

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© Dr. Walter Paulik 2002-2006

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