Die Hormonspirale (Mirena)





Die Hormonspirale - kurz gefasst


Die Hormonspirale

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Wie wirkt die Hormonspirale?


Die Hormonspirale enthält ein Gestagendepot, aus dem kleine Hormonmengen über 5 Jahre hinweg direkt in die Gebärmutter abgegeben werden. Durch das Hormon verdickt sich der Schleimpfropfen im Gebärmutterhals, sodass ihn Spermien nicht passieren können, und es kommt zu einer Veränderung des chemischen Milieus in der Gebärmutter, sodass Spermien in ihrer Funktion eingeschränkt werden. Außerdem verändert sich der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich Spermien nicht fortbewegen können. Durch den Umbau der Gebärmutterschleimhaut werden die Blutungen schwächer, weniger schmerzhaft und können mitunter auch ganz ausbleiben. Einige Frauen leiden in den ersten Monaten aber auch unter Zwischenblutungen oder verlängerten Regelblutungen.

Dadurch, dass das Hormon lokal in der Gebärmutter wirkt, kann es viel niedriger dosiert werden als bei einer Pille. Hormonbedingte Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Brustspannen, Übelkeit oder Hautprobleme sind seltener als unter der Pille und beschränken sich meist auf die ersten 3 Monate der Anwendung. Da sich das Hormon nicht negativ auf die Milchproduktion auswirkt, empfiehlt sich die Hormonspirale auch zur Anwendung in der Stillzeit. Schon ca. 6-8 Wochen nach der Geburt kann eine Hormonspirale eingesetzt werden. Zudem ist sie auch ein geeignetes Kontrazeptivum für Raucherinnen über 35, die aufgrund des erhöhten Risikos von Herz-Kreislauferkrankungen nicht (mehr) die Pille einnehmen sollten.

Zu Beginn der Wechseljahre kann die Hormonspirale Blutungsstörungen, die in erster Linie durch einen Mangel an Gestagen hervorgerufen werden, mindern. Eine alleinige Östrogenzufuhr, die sehr individuell dosiert werden kann (praktisch nur bei Bedarf) ist durch den Schutz der Gebärmutterschleimhaut durch die Hormonspirale möglich.

Die Hormonspirale kann jederzeit entfernt werden und Sie können gleich nach dem Entfernen wieder schwanger werden. Im Gegensatz zur Pille wird unter der Hormonspirale der Eisprung nicht unterdrückt.

Umfassendes Informationsmaterial über die Hormonspirale finden Sie unter http://www.mirena.at

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Was ist beim Einsetzen der Hormonspirale zu beachten?


Bevor die Hormonspirale eingesetzt werden kann, muss erst eine Kontrolluntersuchung durchgeführt werden. Hierbei kann geklärt werden, ob irgendwelche Grunderkrankungen (wie chronische Entzündungen der Geschlechtsorgane, Lebererkrankungen) oder körperliche Gegebenheiten gegen das Einsetzen einer Hormonspirale sprechen. Bei Frauen, die noch nie geboren haben, kann es vorkommen, dass die Gebärmutter sehr klein ist, und sich eine Hormonspirale nur schwer setzen lässt - in solchen Fällen kann es notwendig sein, alternative Verhütungsformen zu überlegen.

Nach der Voruntersuchung wird ein Termin für das Einsetzen vereinbart. Dieser sollte idealerweise in die Zeit Ihrer nächsten Monatsblutung fallen, da dann der Gebärmutterhalskanal etwas geöffnet ist. Unmittelbar nach der Geburt kann die Hormonspirale auch dann schon eingesetzt werden, wenn Sie noch keine Monatsblutung haben. Bei der Voruntersuchung bekommen Sie ein desinfizierendes Scheidenzäpfchen verschrieben, das Sie am Abend vor dem Einlegen der Spirale einführen müssen. Beim Einsetzen selbst kann ein leichtes, schmerzhaftes Ziehen im Unterleib auftreten und nach dem Einlegen kann es zu menstruationsähnlichen Krämpfen kommen, die aber nach kurzer Zeit abklingen sollten. Falls Sie eher schmerzempfindlich sind, kann das Einlegen und Entfernen der Hormonspirale unter einer schmerzstillenden Behandlung ausgeführt werden.

Nach 4-12 Wochen wird bei einer Kontrolluntersuchung der Sitz der Hormonspirale kontrolliert, danach sind ganz reguläre halbjährliche bis jährliche gynäkologische Kontrollen vorgesehen. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Partner den Rückholfaden der Spirale beim Geschlechtsverkehr spürt - in einem solchen Fall kann der Faden gekürzt werden.

Die Wirksamkeit der Spirale bleibt mindestens 5 Jahre aufrecht. Danach kann gleich wieder eine neue Spirale eingesetzt werden. Es ist auch möglich, sie schon vor Ablauf der 5 Jahre zu entfernen, wobei Sie gleich nach dem Entfernen wieder schwanger werden können. Zum Entfernen wird die Spirale einfach am Rückholfaden aus der Gebärmutter herausgezogen. Auch dieser Vorgang kann unter einer leichten schmerzstillenden Behandlung erfolgen.

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© Dr. Walter Paulik 2002-2008

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