Natürliche Methoden





Natürliche Empfängnisverhütung - kurz gefasst


Natürliche Methoden


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Die Temperaturmethode

Bei der Temperaturmethode wird regelmäßig jeden Morgen vor dem Aufstehen die Temperatur (im After oder im Mund) gemessen und eingetragen. Durch die Beobachtung der Temperaturschwankungen kann erkannt werden, wann der Eisprung stattfindet. Von der Monatsblutung bis zum Eisprung ist die Temperatur niedrig, 1 bis 2 Tage nach dem Eisprung steigt sie aber um 0,3 - 0,5 Grad an. Bis kurz nach der Monatsblutung bleibt die Körpertemperatur dann ungefähr auf diesem Wert. In der Zeit von ca. 7 Tagen vor dem Temperaturanstieg bis 3 Tagen nach dem Temperaturanstieg sind die fruchtbaren Tage, an denen zusätzlich verhütet oder auf Sex verzichtet werden muss. Ein Kurvenblatt zum Eintragen der Temperatur finden Sie unter anderem hier. In Verbindung mit der Billingsmethode kann der Eisprung relativ genau bestimmt werden. Im Grunde kann so bei einem disziplinierten Vorgehen, einem relativ regelmäßigen Zyklus und einer guten Selbstbeobachtung verläßlich verhütet werden (Der Pearl-Index dieser Methode liegt bei 1-10). Dennoch kann es immer auch zu Temperaturschwankungen durch Stress oder Krankheit kommen, die dann das Ergebnis verfälschen können. Äußere Faktoren, die eine Temperaturschwankung hervorrufen können, müssen ebenfalls genau vermerkt werden.

Nicht geeignet ist die Temperaturmethode für junge Mädchen, die möglichst sicher verhüten wollen und meist noch nicht die entsprechende Disziplin und Erfahrung mitbringen können, um die Methode konsequent anzuwenden. Wenn Sie sich überlegen, natürliche Methoden anzuwenden, sollten Sie sich auch überlegen, wie Sie auf eine eventuelle Schwangerschaft reagieren würden. Wenn Sie vielleicht gerade kein Kind planen, sich aber im Falle einer Schwangerschaft doch über das Kind freuen würden, ist es für Sie sicher eine geeignete Methode, die ihnen zahlreiche Vorteile bringt: Sie können ein besseres Körpergefühl entwickeln, müssen nicht in Ihren Hormonhaushalt eingreifen und falls Sie doch einmal ein Kind "planen", wissen Sie über Ihre fruchtbaren Tage schon genau Bescheid.

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Die Billingsmethode

Bei der Billingsmethode (benannt nach einem australischen Arzt) wird täglich der Schleim, der von der Gebärmutterhalsschleimhaut gebildet wird, untersucht. Billings geht davon aus, dass eine Befruchtung nur an jenen Tagen stattfinden kann, an denen ein fadenziehender Schleim beobachtet wird. 3 bis 4 Tage vor dem Eisprung verflüssigt sich der Schleim vor dem Gebärmutterhals, damit die Samenfäden eindringen können. Diese Verflüssigung kann durch die Untersuchung des Schleims erkannt werden. Um den Schleim untersuchen zu können, gewinnt man etwas davon vom Scheideneingang und versucht einen Schleimfaden zwischen zwei Fingern zu ziehen, indem man diese langsam spreizt. Gelingt dies gut, so ist der Schleim fadenziehend und somit der Billing-Test positiv. Die Billings-Methode ist unsicherer als die Temperatur-Methode. Ihr Pearl-Index liegt bei 5-15. Durch eine gleichzeitige Anwendung beider Methoden, kann die Sicherheit allerdings auf einen Pearl-Index von 1 erhöht werden.

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Die Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode)

Der japanische Frauenarzt Ogino hat schon 1925 erkannt, dass bei einem 4-wöchigen Zyklus der Eisprung vom 12. bis 16. Tag stattfindet. Rechnet man dazu noch die 3 Tage, an denen die Samen befruchtungsfähig bleiben, ergibt sich eine mögliche Befruchtung zwischen dem 10. und dem 17. Zyklustag. Weicht der Zyklus vom 28-Tage-Zyklus ab, muss das System entsprechend umgerechnet werden. Ogino und auch der österreichische Frauenarzt Knaus, der diese Methode weiterentwickelte, verlangen vor der Anwendung der Methode eine 12-monatige Zyklusbeobachtung und selbst dann bleibt diese Methode sehr unsicher (Pearl-Index bei 15-38) und ist nicht zu empfehlen, da sich der weibliche Zyklus eben nicht immer nach den Kalendertagen richtet. Wenn Sie natürlich verhüten wollen, ist es besser auf die Temperatur und/oder Billingsmethode zurückzugreifen.

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Der Coitus interruptus

Diese Methode, bei der der Mann den sexuellen Kontakt kurz vor dem Höhepunkt abbricht, ist zur Verhütung völlig ungeeignet. Erstens treten schon vor dem eigentlichen Orgasmus Samenfäden aus, die zu einer Befruchtung führen, die Sicherheit ist sehr gering (der Pearl-Index liegt bei 35) und zusätzlich kann diese Methode beide Partner in einen beträchtlichen Stress versetzen.

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© Dr. Walter Paulik 2002-2006

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