Wohlbefinden und Empfängnisverhütung nach der Geburt





Tipps für die erste Zeit mit Ihrem Baby


Am besten ist es, wenn Sie sich schon vor der Geburt auch Unterstützung für die erste Zeit zuhause sichern können. Für die Zeit des Wochenbettes (d.h. 6-8 Wochen nach der Geburt) sollten Sie sich so weit als möglich schonen. Sie und Ihr Kind brauchen Zeit für einander, um sich von der Geburt zu erholen, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden und sich einfach lieb zu haben. Lassen Sie sich von dem Chaos im Haushalt dabei so wenig als möglich beunruhigen. Wichtig ist nicht, wie sauber Ihre Wohnung ist, sondern dass Sie und Ihr Kind sich wohl fühlen. Nehmen Sie soviel Hilfe wie möglich an; Omas, Tanten und Freundinnen werden Ihnen sicher gern ein bißchen Hausarbeit abnehmen oder organisieren Sie sich schon vor der Geburt eine verlässliche Haushaltshilfe, die Sie in der ersten Zeit unterstützen kann.

Gewöhnen Sie sich an, mit Ihrem Baby auch unter tags zu schlafen - meist sind die Nächte ja sehr anstrengend und wenig erholsam und das Schlafdefizit zehrt furchtbar an Nerven und Energievorräten. Wenn Ihr Baby unter tags ein Nickerchen macht, sollten Sie die Zeit auf jeden Fall für sich nutzen: Legen Sie sich auch eine Runde hin, lesen Sie ein Buch, essen Sie in Ruhe ein bißchen, nehmen Sie ein Bad oder treiben Sie ein wenig Gymnastik. Vergeuden Sie Ihre Ruhezeit nicht mit putzen und räumen - es hilft Ihnen nichts, wenn Ihre Wohnung zwar sauber, Sie selbst aber am Ende Ihrer Kräfte sind. Sie können auch versuchen, manche Hausarbeiten zu erledigen, wenn Ihr Baby wach ist. Sie können es eine Weile mit dem Tragetuch oder der Babytrage bei sich halten. Aber auch hier gilt die Richtlinie, dass Sie sich nicht übernehmen sollten. Ihre Bauch- und Rückenmuskulatur ist immer noch überdehnt bzw. stark belastet. Nutzen Sie also auch diese Zeit eher dazu, sich etwas gutes zu essen zu richten als einen ganzen Frühjahrsputz durchzuführen. Ist Ihr Baby schon etwas älter, kann es Ihnen auch aus der Babywippe oder von der Krabbeldecke aus zuschauen.

Wenn Sie und Ihr Kind Ihren eigenen Rythmus gefunden haben, können Sie auch schon gut Kontakt mit anderen Müttern aufnehmen. Stillgruppen und Mutter-Kind-Gruppen bringen Ihnen Abwechslung und bieten einen anregenden Erfahrungsaustausch mit anderen Müttern. Es kann sehr tröstend sein, dass auch andere Mütter sich hin und wieder überfordert fühlen und auch andere Babys ihre Macken haben. Geben Sie nicht zu viel auf Ratschläge und Tipps, die Ihnen in Ihrem Umfeld sicher aufgedrängt werden. Es gibt immer eine Oma, eine Nachbarin oder eine Tante, deren Kinder gleich durchgeschlafen, früh sauber und sowieso von Baby an immer kleine Engel waren. Nehmen Sie diese Erzählungen nicht zu ernst - hier wird mit der Zeit doch einiges verklärt und glauben Sie prinzipiell niemandem, der Ihnen erzählt, er wäre immer nur überglücklich gewesen und hätte sich in der ganzen Babyzeit niemals überfordert gefühlt.

Nutzen Sie die Babyzeit auch zu regelmäßigen, ausgiebigen Spaziergängen, diese tun Ihnen und Ihrem Kind gut. Sie kommen an die frische Luft und können, wenn Sie möglichst zügig gehen, sanft Ihre Kondition wieder aufbauen.

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Sport und Gymnastik nach der Geburt


Auch nach der Geburt sind sanfte Bewegungsformen zu empfehlen. Durch zügiges Spazierengehen, Schwimmen oder Radfahren können Sie Ihre Kondition wieder aufbauen, Rückbildungsgymnastik und Beckenbodengymnastik helfen Ihrem Körper, sich von der Geburt zu erholen. Erkundigen Sie sich schon vor der Geburt nach Gymnastik-Angeboten in Ihrer Nähe. Viele Volkshochschulen und Mutter-Kind-Zentren bieten Kurse an, zu denen Sie Ihr Baby mitnehmen können. Hier können Sie etwas für sich selbst tun und haben zudem noch die Möglichkeit, andere Mütter zu treffen.

Exzessive Fitnessprogramme sind unmittelbar nach der Geburt ebenso fehl am Platz wie in der Schwangerschaft. Bewegen Sie sich sanft und nur solange, wie Sie es genießen können und überanstrengen Sie sich nicht.

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Empfängnisverhütung nach der Geburt


Solange der Wochenfluss anhält, der krankheitserregende Keime enthalten kann, sollten Sie auch keinen Geschlechtsverkehr mit Ihrem Partner haben. Sobald der Wochenfluss aber versiegt ist und Sie sich soweit von der Geburt erholt haben, dass Sie wieder Lust auf Sex verspüren, werden auch Fragen der Empfängnisverhütung wieder aktuell. Am besten besprechen wir die Frage der Verhütung gleich bei der Geburtsnachuntersuchung. Nicht alle Verhütungsformen sind für die Zeit nach der Geburt geeignet - besonders wenn Sie Ihr Baby noch stillen. Früher wurde das Stillen als ausreichender Empfängnisschutz angesehen. Tatsächlich wird der Eisprung in der Zeit, in der voll gestillt wird, meist unterdrückt - viele Frauen haben in der Stillzeit auch gar keine Monatsblutung. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft geringer, allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass doch ein Eisprung stattfindet. Wenn Sie also nicht vorhaben, gleich noch ein Baby zu bekommen, sollten Sie auch in der Stillzeit zusätzlich verhüten. Bei der Wahl der Verhütungsform gilt es, folgendes zu beachten: