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2011 - Juli Deutschland

Reisen > 2011

Nachdem wir in Oberösterreich auf der Autobahn gut vorankommen, wollen wir auch in Deutschland auf der A3 weiterfahren. Das geben wir wegen eines Staus schnell auf und fahren über Cham und Weiden auf der Bundesstraße. Auch der 2. Versuch auf der A93 scheitert wieder wegen eines Unfalls und so kommen wir auf Nebenstraßen zum Grenzmuseum Mödlareuth.

Weiter fahren wir ganz entspannt durch Thüringen, mit Pause am gefluteten Tagebau Geiseltalsee südl. Halle und Sachsen-Anhalt bis zum Mittellandkanal, Stellplatz Sportboothafen Haldensleben westl. Magdeburg.

Die Bundesstraßen werden immer gerader und verkehrsärmer, so kommen wir schnell voran, ein kurzes Stück durch Niedersachsen und in die Dorfrepublik Rüterberg im Biosphärenreservat Mecklenburgisches Elbtal. Wir übernachten ruhig, wogegen in Dömitz Hafenfest mit viel Rummel ist.

Nur ca.100 km weiter in Wismar nutzen wir die Pausen zwischen den Regeschauern zum Fischbrötchenkauf und zu einer Radrunde am Ostseeradweg und im Wismarer Hafen.


Heute wechseln wir endgültig in die alten Bundesländer und kommen über den Herrentunnel und am Skandinavien-Fährhafen vorbei nach Travemünde. Der StPl Fischereihafen ist vormittags fast leer und so nutzen wir die Gelegenheit und zahlen statt 12,- um 3,- Euro mehr und stehen dafür in erster Reihe mit freiem Blick auf den Hafen und Skandinavienkai. Mit den Rädern fahren wir zur Herrmannshöhe mit Ausblick auf die Travemündung und Ostsee.

Wir kommen schon um 10 Uhr am neuen StPl Schacht-Audorf am Nord-Ostsee-Kanal an und der freundliche Platzwart gibt uns als Österreicher noch den letzten freien Platz mit Strom und direktem Kanalblick. Kurz darauf fährt schon die "Minerva", ein kleineres Kreuzfahrtschiff, durch.

Heute durchqueren wir Schleswig-Holstein zur Nordsee nach Nordfriesland und zum herrlich, ruhig gelegenen StPl am "Amsinck Haus" vor der Hamburger Hallig. Das wunderschöne, warme Wetter nutzen wir zum ausgiebigen Radeln auf die Hallig und vor und hinter den Deichen nach Lüttmoorsiel.

Weiter fahren wir über das Eidersperrwerk nach Büsum. Der StPl ist großzügig und gepflegt, aber am Hafen und in der Stadt herrscht ein Trubel wie in der Salzburger Getreidegasse. Wir wollen auch in das Sturmflutenhaus "Blanker Hans", aber die Warteschlange beim Eingang ist uns zu lange.

Es kommt der vorhergesagte starke Wind, aber es gibt kaum Regenschauer und so können wir nach kurzer Fahrt zum Nord-Ostsee-Kanal in Hochdonn doch noch ein wenig Rad fahren und warten dann bis Mitternacht um die "AIDAcara" vorbeifahren zu sehen. Dann setzt teilweise starker Regen ein.

Wir durchqueren die Wilstermarsch mit der tiefsten Landesstelle Deutschlands und umfahren das schlechte Wetter an der Nordsee und die Staus rund um Hamburg (Fähre Glückstadt und Elbtunnel) östlich und kommen bei starken Windböen aber Sonnenschein zum StPl Hohnstorf mit Blick auf die Elbe und Lauenburg.


Bei großteils regnerischem Wetter queren wir in den Westen bis zur Ems und schlafen ruhig am StPl in Haren/Ems. Durch das Bourtanger Moor ist es nicht weit in die Grafschaft Bentheim zur Wasserstadt Nordhorn mit StPl am Vechtesee, die wir mit den Rädern erkunden.

Nach einem Abstecher über Winterswijk/NL (Diesel 1,339) kommen wir bei Rees an den Rhein und weiter zum StPl Xanten, wo wir zum Rhein und durch die Stadt radeln. Im südlichen Niederrheinischen Tiefland treffen wir uns mit Freunden, die uns am StPl in Viersen abholen.

Bei trübem Wetter folgt wieder eine längere Etappe, aber nachmittags kommt am Weißen Stein im Hohen Venn an der belgischen Grenze bei einer kurzen Wanderung wieder die Sonne heraus. Von der Eifel fahren wir hinunter ins Sauertal, tanken in Echternach/LUX um 1,197 und stellen uns in Ensch an die Mosel.

Über den Hunsrück und vorbei am Wintersport- und Wandergebiet Erbeskopf kommen wir ins Naheweinland und weiter durchs Rheinhessische Hügelland zum StPl beim Weingut Gehring in Nierstein. Dort machen wir eine Wanderung zwischen den Weingärten und durch Schwabsburg hinauf auf den gegenüberliegenden Weinberg.

Mit der Fähre fahren wir über den Rhein nach Oppenheim, bei wenig Sonntagsverkehr durch Darmstadt, durch den Naturpark Odenwald und über Wertheim auf die A3, wo wir südl. Würzburg wieder in einen Stau kommen. So nehmen wir für das letzte Stück zum StPl Kitzingen wieder Nebenstraßen. Am Nachmittag gibt es F1 bzw. einen Besuch der Landesgartenschau.

Heute am ersten bayrischen Ferientag haben wir auf der Südtangente von Fürth und A73 einmal flüssigen Verkehr und kommen schnell über Neumarkt/Oberpfalz an den Rhein-Main-Donaukanal zum StPl Riedenburg. Hier kommt rechtzeitig zum Radeln die Sonne heraus.

Am Morgen beschließen wir ohne weiteren längeren Aufenthalt über Landshut, Burghausen, das Salzkammergut und den Pötschenpass nach Hause zu fahren, wo wir nach 3621 km und gutem Reisewetter ohne großer Hitze und ohne Unwetter am späten Nachmittag ankommen.

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